Amundi ETF Trend Report Overview - Q3 2019

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Expertise, Vidéo

       

 

Die Neuanlagen in europäischen ETFs nahmen im Laufe des Quartals zu und profitieren vom neu entdeckten Interesse der Anleger an Aktien. Die meisten Flüsse konzentrieren sich jedoch nach wie vor auf festverzinsliche Anlagen.

Auf der Aktienseite war Europa seit mehr als einem Jahr von Abflüssen betroffen und verzeichnete im dritten Quartal leicht positive Zuflüsse. Die Mittelabflüsse sind mit -11 Milliarden Euro im Jahresverlauf jedoch immer noch signifikant. US-Aktien und globale Aktien sind nach wie vor vom Markt favorisiert und setzen ihren positiven Trend fort, während die Schwellenländer eine Trendwende erlebt haben: - 3 Milliarden Euro im Quartalsverlauf, verglichen mit kumulierten Zuflüssen von 5 Milliarden im ersten Halbjahr.

Das Interesse an Smart Beta ETFs ist in letzter Zeit nachgelassen, auch wenn die defensiven Faktoren immer noch an Popularität gewinnen. Auf der anderen Seite ist der Trend zu sozialverantwortlichen Investitionen sehr dynamisch: Im Laufe des Quartals wurden weitere 2,7 Milliarden Euro eingesammelt, so dass der YTD-Zuflüsse auf mehr als 6 Milliarden Euro steigen.

Nicht zuletzt ist die gute Performance der thematischen ETFs zu nennen, die ein übergreifendes Engagement bei Anlagethemen wie beispielsweise künstlicher Intelligenz bieten.

Bei den Anleihen gibt es nach wie vor eine klare Präferenz für Unternehmensanleihen, die im Laufe des Quartals von mehr als 6 Milliarden Euro an Kapitaleinlagen profitierten. Nach den jüngsten Aktionen der europäischen und amerikanischen Zentralbanken ist die Rendite der Staatsanleihen deutlich gesunken, was die Anleger zwingt, mehr Risiken einzugehen. So machen beispielsweise in der Eurozone Kredite mehr als 70% der gesamten Allokation von Fixed Income aus.

Auch in dieser Anlageklasse besteht eine erhöhte Nachfrage nach ETFs mit einem SRI-Filter, für die seit Juni 1,2 Milliarden Euro investiert wurden.

Im Rohstoffbereich steht Gold im Mittelpunkt. In einem Kontext erhöhter Volatilität und negativer Renditen spielt Gold in vollem Umfang seine Rolle als sicherer Hafen und bietet Schutz durch eine geringe Korrelation mit riskanten Anlagen. Die Gesamtzuflüsse in Produkte, die dem Goldpreis folgen, übersteigen in den letzten 12 Monaten 5 Milliarden Euro.