FAQ

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KAUF und VERKAUF EINES ETFs

Was sind die Unterschiede zwischen der TER, den laufenden Kosten und den Managementgebühren?

Die laufenden Kosten: Dies ist der einzige Gebührenbegriff, der auf europäischer Ebene einheitlich geregelt ist. Die laufenden Kosten sind in den WAI jedes OGAW ausgewiesen.
Sie entsprechen den für den Fonds tatsächlich anfallenden Betriebs- und Managementkosten. Berechnet werden die laufenden Kosten auf Grundlage des vorhergehenden Fondsgeschäftsjahrs (d. h. „ex post“).
Falls diese Zahlen noch nicht zur Verfügung stehen oder keine Aussagekraft für das laufende Jahr besitzen, erfolgt eine Schätzung dieser Kosten für das laufende Fondsgeschäftsjahr.
Die in den WAI in Prozent angegebenen laufenden Kosten können von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen.
Bei den Managementgebühren, die in den gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen eines französischen OGAW unter „Betriebs- und Verwaltungskosten“ ausgewiesen sind, handelt es sich um die Kosten, die dem Fonds direkt in Rechnung gestellt werden. Sie stellen die Gesamtheit der für den Betrieb eines OGA erfolgten Aufwendungen dar, zum Beispiel:
- die von der Verwaltungsgesellschaft erhobenen Managementgebühren
- die Depotbank- und Abschlussprüferkosten etc. (bei luxemburgischen Fonds zum Beispiel würden diese Kosten als administrative Gebühren### ausgewiesen)
- die regulatorischen Kosten (Registrierung des Fonds in anderen Mitgliedstaaten) (bei luxemburgischen Fonds zum Beispiel würden diese Kosten als administrative Gebühren### ausgewiesen)
- Indexlizenzgebühren etc.
Bestimmte OGA unterscheiden zwischen Management- bzw. Verwaltungsgebühren (die von der Verwaltungsgesellschaft erhoben werden) und Verwaltungs- bzw. administrativen Gebühren (die an die Depotbank, Abschlussprüfer, Rechtsberater und Aufsichtsstellen zu entrichten sind).  
Diese Begriffsdefinitionen fallen je nach Land und mitunter je nach Fonds unterschiedlich aus. Im Verkaufsprospekt eines OGA ist jedoch stets deutlich festgelegt, welche Leistungen von den jeweiligen Gebühren abgedeckt werden.
Neben den Betriebs- und Managementgebühren können weitere Kosten anfallen:
- Performancevergütungen (die an die Verwaltungsgesellschaft gezahlt werden, falls der Fonds seine Ziele übertroffen hat, und somit dem Fonds berechnet werden): Diese Kosten entfallen bei den Fonds von Amundi ETF.
- Transaktionsgebühren, die dem Fonds in Rechnung gestellt werden
Die TER (Total Expense Ratio) oder Gesamtkostenquote stellt die Betriebskosten dar, die bei der Verwaltung des Fonds anfallen. TER ist kein auf europäischer Ebene einheitlich geregelter Begriff. Die Berechnungsmethode dieser Quote kann von den einzelstaatlichen Regulierungsbehörden vorgegeben sein. Ist dies nicht der Fall, so wird sie vom Anbieter der Daten (der Verwaltungsgesellschaft, dem Vertreiber etc.) definiert.

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Was ist ein short-ETF? Was ist ein leveraged ETF?

Short-ETFs ermöglichen es, bei steigenden wie auch bei fallenden Kursen die inverse Performance eines Index auf täglicher Basis nachzubilden. So steigt bei einem fallenden Markt der Nettoinventarwert des ETFs und umgekehrt. Die mit der Strategie der inversen Wertentwicklung verbundenen Kosten (Kosten für Leerverkäufe) beeinträchtigen die Fondsperformance.

Die inverse Performance wirkt sich täglich auf die Wertentwicklung aus. Somit kann die Performance eines Short-Index über einen Zeitraum von über einem Tag um den Faktor -1 von der Indexperformance im selben Zeitraum abweichen (siehe nachstehendes Beispiel).

Leveraged ETFs (ETFs mit Hebelwirkung) bilden die Wertentwicklung eines Index auf täglicher Basis gehebelt ab, sodass die täglichen Veränderungen des Index – nach oben wie nach unten – verdoppelt werden. Nehmen wir einen leveraged ETF auf den Börsenindex CAC 40 als Beispiel. Steigt der CAC 40 an einem Börsentag um 2 %, so verzeichnet der leveraged CAC 40-ETF einen Anstieg in Höhe von 4 %.

Auf den ETF wirkt sich dieser Hebeleffekt täglich aus. Die Performance des Index mit Hebelwirkung über einen Zeitraum von über einem Tag kann somit um das Zweifache von der Indexperformance abweichen, die im selben Zeitraum ohne Hebeleffekt erzielt worden wäre (siehe nachstehendes Beispiel).

Diese Beispiele sind bewusst einfach gehalten und berücksichtigen nicht die Leerverkaufskosten des im Referenzindex gehaltenen Wertpapierkorbs für einen Tag (Messung der Kosten durch die Variable „Repo“), was Short-ETFs betrifft, bzw. die Finanzierungskosten für die Verdoppelung des Exposures („Leverage“-Kosten), was leveraged ETFs betrifft. Es handelt sich um veranschaulichende und theoretische Beispiele, die in keinem Fall auf künftige Szenarien schließen lassen oder eine Gewähr für künftige Renditen abgeben.

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Welche unterschiedlichen Arten der Replikation gibt es?

Die physische Replikation besteht darin, die Wertpapiere zu erwerben, die im nachzubildenden Index enthalten sind. Die physische Replikation besteht darin, die Wertpapiere zu erwerben, die im Index enthalten sind. Hierbei kann es sich um eine „volle“ Replikation handeln, sofern sämtliche im Index geführten Titel in derselben Gewichtung wie im Index im Fonds vertreten sind. Die Replikation kann auch per „Sampling“ erfolgen. Hierbei erwirbt der Fonds lediglich einen Teil der im Index geführten Wertpapiere, die so ausgewählt werden, dass mit ihrer Performance die Indexentwicklung möglichst genau nachgezeichnet werden kann.

Bei der synthetischen Replikation wird der Index durch einen Total Return Swap nachgebildet. Das bedeutet, eine Investmentbank (der Kontrahent) tauscht die Wertentwicklung des Index gegen eine andere Wertentwicklung.

Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden:
- „unfunded“ Strukturen, bei denen der Fonds seine (durch Zeichnung von Fondsanteilen) anfallenden liquiden Mittel einsetzt, um einen Wertpapierkorb zu erwerben, dessen Eigentümer er ist und dessen Performance gemäß den Bestimmungen des Total Return Swaps gegen diejenige des Index getauscht wird
- „funded“ Strukturen, bei denen der Fonds seine liquiden Mittel auf den Kontrahenten überträgt und gemäß den Bestimmungen des Total Return Swaps im Tausch dagegen die Performance des Index erhält.
Die meisten Fonds von Amundi ETF wenden die synthetische Replikationsmethode an (ausgenommen sind der Amundi ETF S&P Euro UCITS ETF, der Amundi ETF S&P Europe 350 UCITS ETF und der Amundi ETF CAC 40 UCITS ETF). Dies ermöglicht:
- die Qualifizierung für einen französischen Aktiensparplan (PEA) auch dann, wenn der Fonds bei physischer Replikation hierfür nicht infrage käme. Ein Beispiel sind Schwellenländer-ETFs.
- einen erleichterten Zugang zu bestimmten Anlageklassen unter Einhaltung der EU-Richtlinie OGAW IV (UCITS IV)*
- die Entwicklung komplexerer ETFs (Fonds mit Hebelwirkung, Short-ETFs etc.)

Sowohl die physische Replikation (im Fall von Wertpapierleihgeschäften) als auch die synthetische Replikation bergen ein Kontrahentenrisiko. Das Kontrahentenrisiko umfasst die möglichen Auswirkungen, die ein Ausfall der als Gegenpartei des Total Return Swaps auftretenden Investmentbank auf den Nettoinventarwert des Fonds hätte. Gemäß den geltenden Vorschriften muss der Fonds jedoch sicherstellen, dass das Kontrahentenrisiko aus dem Einsatz von Finanztermininstrumenten stets auf 10 % des Nettovermögens des Fonds je Gegenpartei begrenzt ist.

*OGAW: Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere – OGAW IV (UCITS IV): Richtlinie 2009/65/EG vom 13. Juli 2009.

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ETFs – Die Grundlagen

Welche wesentlichen Risiken sind mit einer Anlage in ETFs verbunden?

steigen als auch fallen können. Es gibt keinerlei Garantie auf den Erhalt des ursprünglich angelegten Kapitals.
- Es gibt keinerlei Garantie auf den Erhalt des ursprünglich angelegten Kapitals. Es besteht somit die Gefahr, dass der Anteilsinhaber sein Ausgangskapital ganz oder teilweise verliert.
- das mit der gewählten Replikationsmethode verbundene Kontrahentenrisiko: Fonds, die die synthetische Replikationsmethode anwenden, sind aufgrund der Nutzung von mit Kreditinstituten im Rahmen eines „Total Return Swaps“ im Freiverkehr (OTC) gehandelten Terminfinanzinstrumenten einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt. Die Fonds bergen die Gefahr, dass diese Kreditinstitute ihre Verpflichtungen aus diesen Geschäften nicht erfüllen können. Der Ausfall der Gegenpartei des Swaps (oder jedes anderen Emittenten) kann sich nachteilig auf den Nettoinventarwert des ETFs auswirken.
- das mit der gewählten synthetischen Replikationsmethode verbundene Kontrahentenrisiko
Der Börsenkurs des Fonds kann von dessen indikativem Nettoinventarwert abweichen. Die Liquidität der Anteile des Fonds an einem Kotierungsort kann durch Aussetzungen beeinträchtigt werden, die insbesondere auf folgende Umstände zurückzuführen sein können:
i) eine Aussetzung oder Einstellung der Berechnung des Referenzindex durch den Indexanbieter
ii) eine Aussetzung der Basiswerte des Referenzindex vom Handel
iii) die Unmöglichkeit eines bestimmten Kotierungsorts, den indikativen Nettoinventarwert des Fonds zu erhalten oder zu berechnen
iv) eine Verletzung der an einem bestimmten Kotierungsort geltenden Regeln durch einen Market-Maker
v) ein Ausfall insbesondere der EDV- und elektronischen Systeme eines bestimmten Kotierungsorts
vi) jedes sonstige Ereignis, das die Berechnung des indikativen Nettoinventarwerts des Fonds oder den Handel der Fondsanteile verhindert.
In Bezug auf Aktien-ETFs
- das Volatilitätsrisiko: Es handelt sich hierbei um das Risiko, dass der Nettoinventarwert des Fonds aufgrund der Volatilität der im Referenzindex des Fonds geführten Wertpapiere seinerseits Schwankungen unterliegt.
In Bezug auf Anleihen-ETFs
- das Zinsrisiko: Der ETF kann zu 100 % dem Zinsrisiko ausgesetzt sein, das heißt dem Risiko, dass der Preis der festverzinslichen Finanzinstrumente aufgrund von Veränderungen der Zinssätze schwankt.
- das Kreditrisiko: Es handelt sich hierbei um das Risiko, dass die Bonität von privaten Emittenten herabgestuft wird oder dass diese zahlungsunfähig werden.

Diese Risiken, die in den gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen jedes Fonds von Amundi ETF eingehend beschrieben werden, müssen vor jeder Anlageentscheidung berücksichtigt werden.

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