Mit ETF verbundene Risiken

Im Folgenden finden Sie zu Ihrer Information eine nicht abschließende Liste der wesentlichen Risiken.

Das Team vom Amundi ETF empfiehlt potenziellen Anlegern, vor einer Zeichnung die wesentlichen Anlegerinformationen, den Verkaufsprospekt des ETFs sowie die Beschreibung der Hauptrisiken zu lesen, denen sie durch eine Anlage in ETFs ausgesetzt sind.

Allgemeine Risiken

 

Kapitalverlustrisiko

Anleger werden darauf hingewiesen, dass ihnen Kapitalverluste entstehen können, die nicht im Voraus zu beziffern sind, da die Anlagen normalen Marktschwankungen sowie Risiken unterliegen, die mit jeder Anlage in Wertpapiere verbunden sind. Das ursprünglich investierte Kapital wird durch keine Garantie geschützt. Eine Anlage in ETFs sollte nur von Personen getätigt werden, die einen Verlust des investierten Betrags verkraften können.

 

Faktoren, die sich auf die Fähigkeit des Fonds zur Nachbildung der Wertentwicklung seines Referenzindex auswirken können

Die Fähigkeit des Fonds zur Nachbildung der Wertentwicklung seines Referenzindex kann insbesondere von folgenden Faktoren beeinflusst werden:

  • Neugewichtungen des vom Fonds nachgebildeten Index, die insbesondere Transaktions
  • und/oder Reibungskosten verursachen können ggf. erhobene Marktabgaben und/oder geringfügige Bewertungsabweichungen, die nicht zu einer Aussetzung der Berechnung des Nettoinventarwerts des Fonds führen. Diese Abweichungen können darauf zurückzuführen sein, dass bestimmte Wertpapiere, die im Referenzindex geführt werden, vorübergehend nicht verfügbar sind, oder dass außergewöhnliche Umstände eintreten, die Verzerrungen in den Gewichtungen des Referenzindex zur Folge haben, insbesondere bei Aussetzung oder vorübergehender Unterbrechung der Notierung der im Referenzindex geführten Titel.

 

Risiko, dass das Anlageziel des ETFs nur teilweise erreicht wird

Es ist nicht garantiert, dass der ETF sein Anlageziel erreicht. Es existiert kein Finanzinstrument, das eine exakte, sofortige und kontinuierliche Nachbildung seines Referenzindizes erreicht:

  • weil die Neugewichtungen des vom ETF nachgebildeten Referenzindex Transaktions- und/oder Friktionskosten zur Folge haben kann;
  • wenn bestimmte im Referenzindex enthaltene Wertpapiere vorübergehend nicht verfügbar sind oder wenn außergewöhnliche Umstände eintreten, die Verzerrungen in den Gewichtungen des Referenzindizes zur Folge haben, insbesondere bei Aussetzung oder vorübergehender Unterbrechung der Notierung der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere.

 

Mit der gewählten synthetischen Nachbildungsmethode verbundenes Kontrahentenrisiko

Zur Erreichung seines Anlageziels setzt der Fonds Finanztermininstrumente (wie insbesondere Total Return Swaps) ein, die im Freiverkehr mit einem Kreditinstitut gehandelt werden. Der Fonds unterliegt aufgrund der Nutzung von Finanztermininstrumenten, die mit Kreditinstituten gehandelt werden, einem Kontrahentenrisiko. Er ist also der Gefahr ausgesetzt, dass ein Kreditinstitut seine Verpflichtungen aus diesen Instrumenten nicht erfüllen kann. Ein solcher Ausfall der Gegenpartei des Swaps (oder jedes anderen Emittenten) kann zu einem Rückgang des Nettoinventarwerts des Fonds führen. Gemäß den geltenden Vorschriften ist das Kontrahentenrisiko aus dem Einsatz von Finanztermininstrumenten jedoch stets auf 10 % des Nettovermögens des Fonds je Kontrahent begrenzt.

 

Liquiditätsrisiko an einem Kotierungsort

Der Börsenkurs des Fonds kann von dessen indikativem Nettoinventarwert abweichen. Die Liquidität der Anteile des Fonds an einem Kotierungsort kann durch Aussetzungen beeinträchtigt werden, die insbesondere auf folgende Umstände zurückzuführen sein können:

  • eine Aussetzung oder Einstellung der Berechnung des Referenzindex durch den Indexanbieter
  • eine Aussetzung der Basiswerte des Referenzindex vom Handel
  • die Unmöglichkeit eines bestimmten Kotierungsorts, den indikativen Nettoinventarwert des Fonds zu erhalten oder zu berechnen
  • eine Verletzung der an einem bestimmten Kotierungsort geltenden Regeln durch einen Market-Maker
  • ein Ausfall insbesondere der EDV- und elektronischen Systeme eines bestimmten Kotierungsorts
  • jedes sonstige Ereignis, das die Berechnung des indikativen Nettoinventarwerts des Fonds oder den Handel der Fondsanteile verhindert.

 

Operationelles Risiko

Das Risiko von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, von Systemen oder von Menschen oder infolge von externen Einflüssen eintreten.

Mit bestimmten ETFs verbundene Risiken ANLEIHE-ETFs

 

Zinsrisiko

Hierbei handelt es sich um das Risiko von Preisschwankungen von Zinsinstrumenten, die durch Zinsschwankungen ausgelöst werden. Das Zinsrisiko wird mit der modifizierten Duration gemessen. In Zeiten, in denen die Zinssätze steigen (im Fall positiver Duration) oder fallen (im Fall negativer Duration), kann sich der Nettoinventarwert wesentlich verändern.

 

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst die Gefahr, dass die Emittentenbonität von Unternehmen oder Organisationen heruntergestuft wird oder dass Schuldner zahlungsunfähig werden. Je nach den vom ETF durchgeführten Transaktionen kann der Rückgang (beim Kauf) bzw. der Anstieg (beim Verkauf) des Wertes der im ETF gehaltenen Schuldtitel einen Rückgang des Nettoinventarwertes bewirken.

 

Risiko im Zusammenhang mit der inversen Performance bei Short-Anleihen ETFs

Da der ETF zu 100 % dem Risiko seines Referenzindizes ausgesetzt ist, ist er auch zu 100 % den Marktrisiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere ausgesetzt. Insbesondere unterliegen Anleger dem Risiko von Wertsteigerungen der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere und somit dem Risiko des Rückgangs des Indizes (Effekt der entgegengesetzten Performance). Schwankungen auf dem Rentenmarkt können starke Schwankungen des Nettovermögens nach sich ziehen, die sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Nettoinventarwertes des ETFs auswirken können. Da der ETF zu 100 % dem Anleiherisiko ausgesetzt ist, kann der Nettoinventarwert des ETFs erheblich sinken. Das Anleiherisiko des ETFs ist somit sehr hoch.
Der Effekt im Zusammenhang mit der inversen Performance beruht auf der täglichen Berechnung der Performance-Entwicklung.
Die Performance des Short-Indizes über einen Zeitraum von mehr als einem Tag weicht von einer vollständig inversen Wertentwicklung des Long-Indizes während desselben Zeitraums ab.
Hintergrund ist, dass die Performance-Entwicklung des Long- und des Short-Indizes auf einer täglichen Berechnung basiert.

 

 

Dieses Beispiel wurde bewusst einfach gehalten und berücksichtigt nicht die Leerverkaufskosten des im Referenzindex enthaltenen Wertpapierkorbs für einen Tag (Messung der Kosten durch die Variable „Repo“). Es handelt sich um ein veranschaulichendes und theoretisches Beispiel, das in keinem Fall auf künftige Szenarien schließen lässt oder eine Gewähr für künftige Renditen abgibt.

 

Mit dem Einsatz spekulativer „High-Yield-Wertpapiere“ verbundenes Risiko beim ETF High Dividend

Diese ETFs können als spekulativ betrachtet werden und sind besonders für Anleger konzipiert, die sich der mit Anlagen in Wertpapiere mit niedrigem Rating oder ohne Rating verbundenen Risiken bewusst sind. Der Einsatz „hochverzinslicher“ (High Yield) Wertpapiere setzt diese ETFs daher dem Risiko stärkerer Rückgänge des Nettoinventarwertes aus.

Mit bestimmten ETFs verbundene Risiken AKTIEN-ETFs

 

Aktienrisiko

Da der ETF zu 100 % dem Risiko seines Referenzindizes ausgesetzt ist, ist er auch zu 100 % den Marktrisiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der im Referenzindex enthaltenen Aktien ausgesetzt. Veränderungen der Aktienmärkte können starke Schwankungen der Vermögenswerte nach sich ziehen, die sich negativ auf die Entwicklung des Nettoinventarwertes des ETFs auswirken. Da der ETF zu 100 % dem Aktienrisiko ausgesetzt ist, kann der Nettoinventarwert des ETFs erheblich sinken. Das Aktienrisiko des ETFs ist somit hoch.

 

Risiko im Zusammenhang mit der inversen Performance bei Short-Aktien-ETFs

Da der ETF zu 100 % dem Risiko seines Referenzindizes ausgesetzt ist, ist er auch zu 100 % den Marktrisiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere ausgesetzt. Insbesondere unterliegen Anleger dem Risiko der Wertsteigerungen der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere und damit dem Risiko des Rückgangs des Referenzindizes (Effekt der entgegengesetzten Performance). Schwankungen auf Aktienmärkten können starke Schwankungen des Nettovermögens nach sich ziehen, die sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Nettoinventarwertes des ETFs auswirken können. Da der ETF zu 100 % dem Aktienrisiko ausgesetzt ist, kann der Nettoinventarwert des ETFs erheblich sinken. Das Aktienrisiko des ETFs ist somit hoch.
Der Effekt im Zusammenhang mit der inversen Performance beruht auf der täglichen Berechnung der Performance-Entwicklung.
Die Performance des Short-Indizes über einen Zeitraum von mehr als einem Tag weicht von einer vollständig inversen Wertentwicklung des Long-Indizes während desselben Zeitraums ab.
Hintergrund ist, dass die Performance-Entwicklung des Long- und des Short-Indizes auf einer täglichen Berechnung basiert.

 

 

Dieses Beispiel wurde bewusst einfach gehalten und berücksichtigt nicht die Leerverkaufskosten des im Referenzindex enthaltenen Wertpapierkorbs für einen Tag (Messung der Kosten durch die Variable „Repo“). Es handelt sich um ein veranschaulichendes und theoretisches Beispiel, das in keinem Fall auf künftige Szenarien schließen lässt oder eine Gewähr für künftige Renditen abgibt.

 

Risiko im Zusammenhang mit einem Über-Exposure bei Leveraged Aktien-ETFs

Anleger in ETFs auf Indizes mit Hebeleffekt (doppeltes Exposure) sind in doppeltem Maße dem Steigen bzw. Fallen des Wertes der im Referenzindex enthaltenen Aktien ausgesetzt. Die Anleger sind somit in Höhe von bis zu 200 % den Risiken des Referenzindizes ausgesetzt. Schwankungen auf den Aktienmärkten können starke Schwankungen des Nettovermögens nach sich ziehen, die sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Nettoinventarwertes des ETFs auswirken können. So sinkt der Nettoinventarwert des ETFs bei einem Rückgang des Referenzindizes um 1 % beispielsweise um 2 %. Aufgrund des erhöhten Aktienrisiko-Exposures kann der Nettoinventarwert des ETFs erheblich sinken.
Die Performance des gehebelten Indizes über einen Zeitraum von mehr als einem Tag weicht von einer vollständig doppelten Wertentwicklung des nicht-gehebelten Indizes während desselben Zeitraums ab. Hintergrund ist, dass die Performance-Entwicklung des gehebelten und des nicht-gehebelten Indizes auf einer täglichen Berechnung basiert (siehe Beispiel unten).

 

 

Dieses Beispiel wurde bewusst einfach gehalten und berücksichtigt nicht die Finanzierungskosten für die Verdoppelung des Exposures (Leverage-Kosten). Es handelt sich um ein veranschaulichendes und theoretisches Beispiel, das in keinem Fall auf künftige Szenarien schließen lässt oder eine Gewähr für künftige Renditen abgibt.

 

Sektor-Risiken von Sektor- bzw. Branchen-ETFs

Branchen- bzw. sektorspezifische ETFs sind dem Risiko einer bestimmten Branche bzw. eines bestimmten Sektors ausgesetzt und in geringerem Umfang diversifiziert als ein klassischer Index. Anleger setzen sich daher den spezifischen Entwicklungen und Merkmalen der betreffenden Branche bzw. des betreffenden Sektors aus.

 

Risiko im Zusammenhang mit Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung im Fall von Small- oder Mid-Cap-ETFs

Der ETF ist dem Risiko im Zusammenhang mit Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung ausgesetzt. Es wird nur eine begrenzte Anzahl an Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung an den Börsen gehandelt. Aus diesem Grund sind Marktentwicklungen – sowohl nach oben wie nach unten – ausgeprägter und erfolgen abrupter als bei Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung. Mit dem Nettoinventarwert des ETFs kann es sich genauso verhalten, das heißt, er kann abrupt und erheblich zurückgehen.

 

Risiko im Zusammenhang mit sogenannten "Value-Aktien" (Value Stocks):

Value-Aktien verfügen im Allgemeinen über ein defensives Profil und schwanken in geringerem Maße als der Markt. Oft – aber nicht immer – handelt es sich um gewachsene Unternehmen, die wenige Unsicherheitsfaktoren aufweisen und ihren Aktionären Dividenden zahlen, wodurch sich ihr Gesamtrisiko verringert. Value-Aktien verfügen darüber hinaus über ein von anderen den Markt beeinflussenden Faktoren dekorreliertes [Link zur Seite Glossar] „spezifisches“ Risiko. Außerdem kann der Referenz-Strategieindex über eine geringere Diversifizierung im Hinblick auf Sektoren und/oder geografische Zonen verfügen als ein sogenannter „klassischer“ Index.

 

Modellrisiko

Das zur Erstellung des Strategieindex verwendete Verfahren beruht auf der Entwicklung eines systematischen Modells, das auf der Verwendung historischer Marktdaten basiert. Es besteht das Risiko, dass das Modell ungeeignet ist, da nicht garantiert ist, dass vergangene Marktsituationen künftig erneut eintreten.

Mit bestimmten ETFs verbundene Risiken ROHSTOFF-ETFs

 

Risiko im Zusammenhang mit einem Rohstoff-Terminkontrakt-Index

Da der Referenzindex aus Terminkontrakten auf Rohstoffe besteht, ist der ETF denselben Risiken ausgesetzt wie jene, die mit dem Einsatz bzw. Handel von Finanztermininstrumenten verbunden sind und damit insbesondere den Risiken im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Verlängerung der Finanzterminkontrakte bei Fälligkeit.
Die Entwicklung der im Referenzindex enthaltenen Werte kann sich stark von denen traditioneller Wertpapiermärkte (Aktien, Anleihen etc.) unterscheiden.
Die Entwicklung des Kurses eines Terminkontrakts auf Rohstoffe hängt stark von der aktuellen und zukünftigen Produktion des zugrunde liegenden Rohstoffs und von dessen geschätzten natürlichen Vorkommen in der Natur ab. Auch klimatische und geopolitische Faktoren können Angebot und Nachfrage des betreffenden Basiswertes beeinflussen. Mit anderen Worten können solche Faktoren eine erwartete Knappheit des Rohstoffs auf dem Markt beeinflussen. Diese Faktoren sind der Hauptgrund für die Dekorrelation, die normalerweise zwischen Rohstoffmärkten und traditionellen Märkten beobachtet wird und die insbesondere die Rohstoffpreise direkt beeinflussen.

Sonstige potenzielle Risikien

 

Mit Anlagen in Wertpapiere, die von Schwellenländern aufgelegt wurden, verbundenes Risiko („Aktien“- oder „Anleihenfonds“):  

Die Aktien oder Anleihen dieser Länder bieten eine eingeschränkte Liquidität im Vergleich zu den großen Kapitalisierungen von Industrieländern. Mit dem Erwerb dieser Titel kann sich das Portfoliorisiko somit erhöhen. Da Abwärtsbewegungen am Markt heftiger und schneller ausfallen können als in Industrieländern, kann auch der Nettoinventarwert stärker und schneller sinken.

 

Wechselkursrisiko

Gilt für ETFs, bei denen die Wertpapiere des Referenzindizes auf eine andere Währung als die des ETFs bzw. des Anteils lauten.
Der ETF kann einem Wechselkursrisiko im Zusammenhang mit dem Exposure seines Referenzindizes ausgesetzt sein, das aus Änderungen der Referenzwährung(en) der Aktien folgt, die im vom ETF nachgebildeten Index geführt werden. Der Anleger ist somit den Schwankungen der Wechselkurse dieser Währungen gegenüber der Währung des ETFs bzw. der Anteilsklasse (falls verschiedene Anteilsklassen angeboten werden) ausgesetzt. Ein Wechselkursrisiko zwischen der Währung des Referenzindizes und der Währung des ETFs bzw. der Anteilsklassen besteht hingegen nicht.
Das Wechselkursrisiko kann bis zu 100 % des Nettovermögens des ETFs betragen.

 

Liquiditätsrisiko

Bestimmte im Referenzindex gelistete Wertpapiere sind unter Umständen zeitweise schwer oder auch gar nicht mehr handelbar, und dies insbesondere aufgrund von Aussetzungen des Handels am Markt oder von regulatorischen Beschränkungen. Infolge dieser Marktstörungen kann der Nettoinventarwert des Fonds sinken.