Umfrage zeigt: ETF-Investoren erwarten eine nachhaltige Zukunft

Freitag, 07. Mai 2021

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Der Aufstieg von ESG-Investitionen (Environmental, Social, and Governance) gewinnt rapide an Fahrt, ebenso wie das Wachstum der in börsengehandelte Fonds (ETFs) investierten Mittel.
Die Verschiebung in Richtung nachhaltiges Investieren ist eine der revolutionärsten Anlageentwicklungen unserer Zeit, eine Transformation, die die Zukunft für nachfolgende Generationen gestalten wird. Im Jahr 2020 erreichte der Trend zu ESG-Investitionen, sowohl im Indexmanagement als auch im aktiven Management, seinen Höhepunkt mit Zuflüssen von 42 Mrd. Euro in den europäischen ESG-ETF-Markt im Jahr 2020 gegenüber 17 Mrd. Euro im Jahr 20191.
Um die steigende Nachfrage nach ESG-ETFs zu ermitteln, gab Amundi eine Umfrage unter 171 europäischen professionellen Investoren in Auftrag.

   
ESG-ETF-Allokationen steigen

ETFs sind eine gute, kostengünstige Möglichkeit für Anleger, ihr Portfolio zu diversifizieren. Die Allokation von Vermögenswerten in ESG-fokussierte ETFs ermöglicht Anlegern ein Engagement in Aktien, die zu positiven Auswirkungen beitragen, oder schließt solche aus, die negative Auswirkungen haben. Europa ist führend mit 47% der börsengehandelten ESG-Produkte, die in dieser Region2 gelistet sind. Darüber hinaus gaben 69,7 % der befragten Investoren an, dass sie planen, ihre Allokation in ESG-ETFs innerhalb des nächsten Jahres zu erhöhen.

Die Ausrichtung von Investitionen an persönlichen oder unternehmerischen Werten war in der Umfrage der Hauptgrund für Investoren, ESG-Allokationen vorzunehmen (77,3%), noch vor der Steigerung der Performance (50%) und dem Risikomanagement (48,5%).

    
Die Zeiten ändern sich: ESG-Performance und Asset Allocation

Ob Investoren Performance opfern müssen, um nachhaltig zu investieren, ist zu einem heftig diskutierten Thema geworden. Unsere Umfrage zeigt jedoch, dass 84,9 % der Investoren der Meinung sind, dass ESG-Investitionen nicht mit dem Verlust von Basispunkten gleichzusetzen sind.

Darüber hinaus gibt es mit dem Übergang der Investoren zu nachhaltigeren Lösungen viele Möglichkeiten, die Performance mit dem Nachhaltigkeitsprofil in Einklang zu bringen. Ob sie ihre individuellen Werte adressieren, Nachhaltigkeitsrisiken managen, eine positive Wirkung anstreben oder ESG als Faktor für eine nachhaltige Performance nutzen - es gibt keinen Einheitsansatz für die Integration von ESG in Portfolios.
Traditionell ein Nischenthema, bewegt sich ESG in Richtung Kernallokation innerhalb der Portfolios der Zukunft; 67% der Befragten sehen ESG als Kern- und nicht als Satellitenbestand. Diese Verlagerung in den Mainstream wird durch die Einführung von ESG-Versionen traditioneller Indizes, wie dem S&P 500 ESG und dem EURO STOXX 50® ESG, unterstrichen.

   
Engagement fördert nachhaltiges Handeln

ESG-ETFs können dafür kritisiert werden, dass sie wenig bis gar kein Stewardship mit begrenzten Möglichkeiten zur Beeinflussung von Veränderungen in den Unternehmen, in denen sie engagiert sind, haben. Passiv verwaltete Anlagen haben jedoch die gleichen Stimmrechte wie aktive, und viele passive Manager gehören zu den größten aktiven Managern der Welt. Anleger können einen Manager suchen, der über das interne Fachwissen und die Ressourcen verfügt, um bei Gesellschafterbeschlüssen abzustimmen.
45,7 % der Umfrageteilnehmer bestätigten, dass sie nicht in einen ESG-ETF eines Emittenten investieren würden, der ESG nicht in seiner Abstimmungspolitik berücksichtigt. Darüber hinaus stimmten 79,8 % zu, dass die Abstimmung und das Engagement der Vermögensverwalter entweder wichtig oder sehr wichtig sind.

    
ESG-Engagement mit Wertvorstellungen abstimmen

Die ESG-Intensität wurde als wichtigster Aspekt der ESG-ETF-Auswahlkriterien eingestuft. Dies unterstreicht die Nachfrage nach ESG-Strategien, die einen echten positiven Einfluss haben und nachhaltige Ziele nicht einfach als nebensächliche Aufgabe behandeln.
Die typischen ETF-Auswahlkriterien scheinen für Anleger bei der Auswahl eines ESG-fokussierten Produkts weniger entscheidend zu sein.

 Die ESG-Intensität rangiert höher als der Indexanbieter und die ESG-Expertise des Vermögensverwalters, was die Bedeutung der Entwicklung von Lösungen bestätigt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen, Werten und Einschränkungen der Anleger entsprechen.
Die Umfrage befasste sich auch mit klimaorientiertem ETF-Investitionen und zeigte, dass 74,2 % der Befragten das Thema Klima in ihren Portfolios berücksichtigt haben. Zusätzlich gaben 64,9 % an, dass sie sich an den Zielen des Pariser Abkommens orientieren wollen.

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