Amundi ETF Trend Report - 2018 Überblick

Dienstag, 08. Januar 2019

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Bezogen auf den europäischen ETF Market war 2018 in zwei unterschiedliche Abschnitte geteilt: während das erste Quartal das Momentum des letzten Jahres mit 22 Mrd. € Nettozuflüssen beibehielt, kam es in den folgenden drei Quartalen mit Gesamtzuflüssen von 21 Mrd. € zu einer spürbaren Verlangsamung. Insgesamt erreichten 2018 die Nettozuflüsse 43 Mrd. €, was in etwa der Hälfte der Zuflüsse von 2017 entspricht. Im Hinblick auf Anlageklassen konnten Aktien ETFs 2/3 der Zuflüsse verbuchen.
  
Auf der Aktienseite lagen die USA mit fast der Hälfte der Zuflüsse an erster Stelle. Globale Aktien stießen ebenso auf Anlegerinteresse, wohingegen Europa und Japan mit jeweils etwa 2 Mrd. € Abflüssen das Jahr im negativen Bereich beendeten.
   
Gegen Jahresende kam es zu einer Rotationsbewegung mit Umschichtungen aus Positionen in entwickelten Märkten hin zu Emerging Markets. Unter dem Strich profitierten EM ETFs über das Jahr gesehen von 6 Mrd. € an Zuflüssen, davon alleine 3 Mrd. € im Dezember.
Im Hinblick auf Smart Beta wurden von Anlegern defensive Faktoren favorisiert. Tatsächlich hat auch die an den Märkten zu beobachtende, etwas vorsichtigere Entwicklung die Minimum Volatility und Quality Faktoren unterstützt, welche zudem die meisten Zuflüsse zu verzeichnen hatten.
Abschließend ist ein immer stärker werdendes Interesse an SRI ETFs zu verzeichnen, welche dieses Jahr mehr als 10% aller Zuflüsse in Aktien ETFs auf sich vereinen konnten.
  
Auf der Bond Seite waren Staatsanleihen der klare Gewinner. Dank immer attraktiver werdender Renditen durch stetige Zinserhöhungen der FED lagen die USA auch hier ganz vorne. Unter dem Strich konnten 2018 bei knapp 14 Mrd. € an Gesamtzuflüssen in dieser Assetklasse alle Regionen positive Zuflüsse erzielen.
Im Gegensatz hierzu erlitten Unternehmensanleihen Abflüsse in Höhe von 2,5 Mrd. €. Der Grund hierfür lag am einem aufkommenden Klima der Unsicherheit welches sich über die Märkte gelegt hat, sowie Credit-Spread Bewegungen welche Europa und die USA beeinträchtigten.
  
Abschließend gilt es starke Bewegungen bei den Rohstoffen zu erwähnen, welche sich allerdings über das Jahr gesehen mit Netto Zu-/Abflüssen von nahezu Null beinahe aufgehoben haben.