SPAREN ODER INVESTIEREN?

Sparen und Investieren sind zwei zentrale Bestandteile einer langfristig orientierten Finanzplanung. Beide Ansätze können sich ergänzen – wichtig ist die richtige Balance.

Hier erfährst du, was die Unterschiede zwischen Sparen und Investieren sind, und wie beide Ansätze in einer ausgewogenen Finanzstrategie miteinander kombiniert werden können. 

Frau läuft bei Sonnenuntergang.

Sparen oder Investieren – wo liegt der Unterschied?

Sparen

Wer spart, legt sein Geld in der Regel so zurück, dass es sicher und schnell zugänglich ist – zum Beispiel auf einem Sparkonto.

Sparen soll in der Regel Kapital erhalten oder eine niedrige, aber stabile Rendite erzielen, häufig in Form von Zinsen.

Investieren

Wer investiert, legt sein Geld in Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffen an und lässt es für sich arbeiten.1​​​​​​​

Um zu investieren, kannst du entweder einzelne Vermögenswerte kaufen oder dein Geld in einem Anlageinstrument anlegen  zum Beispiel einem ETF.

Investieren ist riskanter als Sparen, da der Wert deiner Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Allerdings kannst du durch Geldanlage auch potenziell höhere Renditen erzielen.2

Wann sparen und wann investieren?

Orange Bulb
Ein stabiler Finanzplan beginnt mit einem Notgroschen. Jeder sollte über Rücklagen für unerwartete Ausgaben verfügen – sei es eine Autoreparatur, eine höhere Stromrechnung oder ein kurzfristiger Einkommensausfall.

Als Faustregel gilt: Drei bis sechs Monatsgehälter sollten sicher und jederzeit verfügbar angelegt sein, etwa auf einem Tagesgeldkonto. Je nach Lebenssituation kann auch ein größerer Puffer sinnvoll sein. Sobald du einen ausreichenden Sicherheitsfonds aufgebaut hast, kannst du über zusätzliche Anlageoptionen nachdenken.
Finanzielle Rücklagen schaffen nicht nur Sicherheit, sondern auch emotionale Stabilität: Wer über entsprechende Reserven verfügt, kann unerwartete Ausgaben gelassen bewältigen und langfristige Anlageentscheidungen ruhiger treffen.

Die innere Ruhe spielt beim Finanzplanungsprozess oft eine unterschätzte Rolle: Sie ermöglicht es dir, bei Marktschwankungen besonnen zu bleiben und deine Strategie konsequent umzusetzen, ohne impulsiv zu reagieren.
Bei kurzfristigen Zielen mit einem Planungshorizont von weniger als drei Jahren ist Sparen in der Regel die sicherste Wahl. Wenn du dein Geld bald für einen Urlaub, ein Auto oder eine Hochzeit benötigst, steht der Kapitalerhalt im Vordergrund. Klassische Sparformen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten bieten dir Stabilität und Zugriff, wann immer du ihn brauchst.

Möchtest du dein Geld jedoch etwas effizienter nutzen, kannst du ergänzend auf konservative Anlageformen setzen – zum Beispiel auf kurzlaufende Anleihen oder Laufzeitfonds (Fixed Maturity ETFs), die planbare Erträge bieten.

Alternativ kannst du Sparen und Investieren kombinieren: Ein ETF-Sparplan ermöglicht es dir, regelmäßig kleine Beträge anzulegen, langfristig höhere Renditechancen zu nutzen und gleichzeitig deine Liquidität zu bewahren. So bleibst du flexibel – und lässt dein Geld auch bei kurzfristigen Zielen sinnvoll für dich arbeiten.
Langfristige Anlagen können insbesondere für Ziele mit einem längeren Planungshorizont sinnvoll sein, etwa Altersvorsorge oder Vermögensaufbau.

Langfristige Anlagen haben den Vorteil, dass sie sich von kurzfristigen Marktschwankungen erholen können. Über längere Zeiträume gleichen sich Kursschwankungen häufig aus, und die Chancen steigen, dass deine Geldanlage höhere Renditen erzielt – idealerweise über der Inflationsrate, sodass dein Kapital langfristig an Kaufkraft gewinnt.3

Investieren lohnt sich vor allem für Ziele, die du erst in fünf oder mehr Jahren erreichen willst, zum Beispiel eine Ausbildung, den Kauf eines neuen Hauses oder deinen Ruhestand. Längerfristige Anlagen können sich eher von vorübergehenden Verlusten erholen und Renditen abwerfen, die die Inflation übertreffen.1

Warum Sparen und Investieren sich nicht ausschließen

Es geht nicht darum, dich zwischen Sparen oder Investieren zu entscheiden – sondern darum, die richtige Balance zu finden. Beide Ansätze erfüllen unterschiedliche, aber sich ergänzende Funktionen: Sparen schafft Sicherheit und Flexibilität, während Investitionen auf langfristiges Wachstum abzielen. Die optimale Mischung hängt von deiner Lebenssituation, deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab.

So findest du dein persönliches Gleichgewicht:

1.

Überprüfe deine finanzielle Situation
Verschaff dir einen Überblick über deine Einnahmen, Ausgaben und Verpflichtungen. Tilge bestehende Schulden, bevor du mit dem Investieren beginnst, und entscheide, welchen Betrag du monatlich zum Sparen oder Anlegen nutzen kannst.

2.

Baue Notfallrücklagen auf
Leg Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben an – am besten drei bis sechs Monatsgehälter. Erst wenn dieser Notgroschen steht, solltest du über weiterführende Investments nachdenken. 

3.

Lege klare Ziele fest
Überleg dir, was du finanziell erreichen möchtest und in welchem Zeitraum. Für kurzfristige Ziele ist Sparen sinnvoll, für langfristige Vorhaben bietet sich Investieren an.

4.

Kenne deine Risikobereitschaft
Mach dir bewusst, wie du auf Marktschwankungen reagierst. Wenn du eher sicherheitsorientiert bist, wähle konservative Anlageformen. Bist du bereit, moderate Risiken zu tragen, kannst du langfristig von höheren Renditechancen profitieren.

5.

Diversifiziere dein Portfolio
Vermeide es, dein gesamtes Geld in eine einzige Anlageform zu investieren. ETFs ermöglichen eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Themen hinweg – ein Ansatz, der häufig genutzt wird, um Risiken zu verteilen und an globalen Marktbewegungen teilzuhaben.

Möchtest du mehr über die Vorteile von ETFs wissen?

Erfahre, wie du mit Amundi ETFs investieren kannst.


1. Investitionen sind mit Risiken verbunden. 
2. Diversifizierung garantiert keine Gewinne und keinen Schutz vor Verlusten.
3. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.