Sind ETFs als AltersvorsorGE klug?

Ja, wenn du es mit Plan angehst: Klüger vorsorgen heißt breit streuen, regelmäßig sparen, Zeit mitbringen und das Portfolio an deine jeweilige Lebensphase anpassen.​​​​​​​

Young couple smiling together

Das Wichtigste in Kürze

✓ ETFs können ein renditestarker Baustein deiner Altersvorsorge sein – je langfristiger du dabei denkst, desto besser.

 Auf drei Dinge kommt es an: breit streuen, regelmäßig sparen und vor dem Ruhestand schrittweise vorsichtiger werden.

Deine Anlage ist nicht garantiert und schwankt mit den Märkten – ETFs sind ein Baustein, kein Renditeversprechen.

Mit dem Altersvorsorgedepot kommt ab 2027 noch staatliche Förderung obendrauf.1

Weil viel Zeit, breite Streuung und niedrige Kosten genau die drei Hebel sind, auf die es beim langfristigen Vermögensaufbau für deine private Altersvorsorge ankommt.

01

Zeit als Verbündeter

Je länger du dabei bist, desto stärker wirkt der Zinseszins, und desto mehr gleichen sich erfahrungsgemäß die Schwankungen der Aktienmärkte aus.

02

Sofort breit gestreut

Dein investiertes Kapital wird automatisch über viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilt. Im MSCI World Index sind es beispielsweise aktuell Werte aus 23 Industrieländern und 11 Branchen.

03

Niedrige Kosten

Die laufenden Kosten sind traditionell sehr gering. Über 20 bis 30 Jahre macht das gegenüber anderen Anlageformen viel aus.

ETFs können deine Rentenlücke schließen

Die Rentenlücke ist der Unterschied zwischen deinem letzten Netto und deiner gesetzlichen Rente. Häufig sind das 30 bis 40% deines Einkommens. Zusätzlich zu einer möglichen Betriebsrente ist die private Vorsorge eine weitere Säule, mit der du diese Lücke schließen kannst. ETFs sind dafür ein Werkzeug.

ETF-Sparpläne können für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge sein. Wer viel Zeit hat, kommt schon mit kleinen Beträgen weit. Wer später startet, braucht eine höhere Sparrate. Hier findest du vier Beispiele.

Young man smiling

Tom, 25

Freiberuflicher Journalist
2.400 € netto

Als Freiberufler zahlt Tom
nicht in die gesetzliche Rente ein. Aber dafür bleiben ihm  noch 42 Jahre bis zur Rente. Sein Hebel ist daher nicht die Sparrate, sondern der lange Atem beim Investieren.​​​​​​​

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RECHENBEISPIEL
100 € im Monat · 42 Jahre bis zur Rente

≈ 218.000 € mit 67

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Anna, 35

Marketingmanagerin
2.800 € netto

Nach den ersten Berufsjahren bleibt am Monatsende endlich mehr übrig. 32 Jahre Vorlauf reichen, um aus einer mittleren
Sparrate ein echtes Polster wachsen zu lassen.


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RECHENBEISPIEL
150 € im Monat · 32 Jahre bis zur Rente 

≈ 169.000 € mit 67

Woman smiling

Corinna, 45

Controlling in Teilzeit
2.100 € netto

Die Arbeit in Teilzeit bedeutet auch kleinere Beiträge für den Sparplan. Umso mehr
zählt, dass Corinna überhaupt mit dem Investieren anfängt — und dass die Jahre bis zur Rente für sie arbeiten.



RECHENBEISPIEL
100 € im Monat · 22 Jahre bis zur Rente

 ≈ 54.600 € mit 67

Man thinking

Christian, 55

Regionalvertriebsleiter
4.100 € netto

​​​​​​Nur noch zwölf Jahre bis zur Rente. Um vom Zinseszinseffekt zu profitieren, ist das sehr kurz. Deshalb zählt bei Christian die Höhe der
Sparrate mehr als bei allen
anderen.​​​​​​​



RECHENBEISPIEL
300 € im Monat · bis 12 Jahre zur Rente
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≈ 63.000 € mit 67

Quelle: https://www.finanztip.de/rechner/sparplanrechner/. Illustratives Beispiel. Rechenbeispiele für einen reinen ETF-Sparplan mit einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von 6%, einer konstanten Sparrate bis 67, ohne staatliche Förderung, vor Steuern und Kosten. Die angenommenen 6% sind angelehnt an die historischen Renditen von Aktien-ETFs. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.

Mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot ab 2027 können die Werte deutlich höher liegen.

Als Basis nehmen die meisten einen breit gestreuten, weltweit anlegenden Aktien-ETF, zum Beispiel auf den MSCI World Index oder den MSCI All Countries World Index, der zusätzlich Schwellenländer abdeckt.

In 5 Schritten starten

01

Ziel festlegen

Bis wann willst du sparen? Wie viel möchtest du später im Monat zusätzlich haben? Und wie viel Risiko möchtest du eingehen?

02

Weg wählen

Normales Depot oder ab 2027 gefördertes Altersvorsorgedepot
– ein Anlagedepot brauchst du in jedem Fall.

03

ETF auswählen

Ein breit gestreuter, weltweit anlegender Aktien-ETF als Basis, bei Bedarf um Schwellenländer oder Anleihen ergänzt.

04

Sparplan einrichten

Einmal einrichten, automatisch laufen lassen. Timing brauchst du nicht.

05

Schwankungen reduzieren

Vor der Rente schrittweise dein Portfolio auf Anlagen
​​​​​​​mit geringeren Schwankungen umschichten.

Worauf du bei der ETF-Auswahl achten solltest:

  • Index: Legt fest, wo dein Geld investiert ist – weltweit, USA, Europa, Schwellenländer oder Anleihen.
  • Streuung: Je mehr Länder und Branchen, desto weniger hängt an einem einzelnen Unternehmen.
  • Laufende Kosten: Über einen längeren Zeitraum macht jeder Zehntelprozentpunkt einen Unterschied.
  • Erträge: Thesaurierend, also automatisch wieder angelegt – im Ruhestand ausschüttend.

Bei beispielhaften 6% Rendite im Jahr werden aus 100 € im Monat bei 35 Jahren Ansparzeit rund 138.000 €. Wie lange du sparst, zählt dabei mehr als wie viel.


Monatliche Sparrate15 Jahre25 Jahre35 Jahre
50 €14.000 €34.000 €69.000 €
100 €29.000 €68.000 €138.000 €
200 €58.000 €136.000 €276.000 €
300 €87.000 €204.000 €414.000 €

Quelle: https://www.finanztip.de/rechner/sparplanrechner/. Illustratives Beispiel. Rechenbeispiele für einen reinen ETF-Sparplan mit einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von 6%, einer konstanten Sparrate bis 67, ohne staatliche Förderung, vor Steuern und Kosten. Die angenommenen 6% sind angelehnt an die historischen Renditen von Aktien-ETFs. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen. Mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot ab 2027 können die Werte deutlich höher liegen.

Wie viel solltest du monatlich investieren?

Als Faustregel: rund 15% von deinem Netto. Wichtiger als die Höhe deiner Sparrate ist aber, wann du anfängst. Je länger du wartest, desto teurer wird es für dich, um im Alter von 67 Jahren auf den gleichen Endbetrag von z.B. 100.000 € zu kommen.

Startest du mit 25, reichen dir 46 € monatlich. Beginnst du mit 45, benötigst du bereits 187 € im Monat.

Start mit 25
≈ 46 €
pro Monat für 100.000 € mit 67 

Start mit 35
≈ 89 €
pro Monat für 100.000 € mit 67

Start mit 45
≈ 187 €
pro Monat für 100.000 € mit 67

Zehn Jahre später anzufangen, verdoppelt die nötige Sparrate nahezu.

Quelle: https://www.finanztip.de/rechner/sparplanrechner/. Illustratives Beispiel. Rechenbeispiele für einen reinen ETF-Sparplan mit einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von 6%, einer konstanten Sparrate bis 67, ohne staatliche Förderung, vor Steuern und Kosten. Die angenommenen 6% sind angelehnt an die historischen Renditen von Aktien ETFs. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.

Schrittweise in eine vorsichtigere Richtung: Je näher der Ruhestand rückt, desto kleiner sollte der Aktienanteil und desto größer der schwankungsärmere Teil in deinem Depot sein. So würde ein möglicher Kursrückgang an den Aktienmärkten kurz vor Rentenbeginn nicht mehr dein ganzes Kapital treffen.

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20+ Jahre bis zur Rente

Hoher Aktienanteil für die
Renditechancen.
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10-15 Jahre bis zur Rente

Aktien-ETFs und z.B. Beimischung eines schwankungsärmeren Anleihen-ETFs.
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5 Jahre bis zur Rente

Der schwankungsärmere Anteil wird deutlich größer.
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Rentenbeginn

Der Großteil liegt in
schwankungsärmeren ETFs.
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Wie kommst du im Ruhestand an dein ETF-Vermögen?

​​​​​​​Über einen Entnahmeplan – den Sparplan andersherum. Als Orientierung wird häufig die 4-%-Regel genannt: Im ersten Jahr entnimmst du rund 4% deines Kapitals. Festlegen musst du dich darauf aber nicht: Dein Kapital kann genauso in eine Immobilie fließen, in größere Anschaffungen oder in eine Kombination aus Entnahmeplan und Einmalentnahme.2

Ja, ETFs können über einen langen Zeitraum ein sinnvoller Baustein deiner Altersvorsorge sein. Sie ermöglichen eine breite Streuung und haben häufig niedrige laufende Produktkosten. Sie sind jedoch keine Garantie für Rendite: Der Wert deiner Geldanlage kann schwanken und ein Kapitalverlust ist möglich. ETFs können die gesetzliche und betriebliche Vorsorge ergänzen.
Es gibt keinen Einheits-ETF. Ein breit gestreuter Welt-Aktien-ETF (Industrieländer, optional plus Schwellenländer) ist eine häufig gewählte ​​​​​​​Basis – passend dazu, wie viel Schwankung du aushältst und wie viel Zeit du hast.
Das hängt von deinem Ziel und deinem Startalter ab: Für ein Kapital von 100.000 € mit 67 Jahren brauchst du bei einem Start mit 25 Jahren eine Sparrate von rund 46 € im Monat, beim Start mit 45 Jahren eine Sparrate von rund 187 € im Monat (Annahme: 6 % Rendite im Jahr, illustrativ). Mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot ab 2027 kann deine persönliche Sparrate deutlich niedriger ausfallen.
Ab 2027 bietet das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot die Möglichkeit, renditeorientiert für die Altersvorsorge zu investieren – ohne Garantiezwang. Vorgesehen sind bis zu 540 € Grundzulage im Jahr sowie bis zu 300 € je Kind1. Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Ausgestaltung findest du auf unserer Seite zum Altersvorsorgedepot.

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Quellen und Stand:

  1. Gesetz zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) vom 26.05.2026, Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 156 vom 29.05.2026, Inkrafttreten (soweit hier von Belang): 01.01.2027 – Bundesfinanzministerium-FAQ, Stand 09/2026.
  2. Entnahme: Trinity-Studie (1998), 4-%-Regel – Richtwert, keine Garantie.
  3. Steuerlicher Rahmen Deutschland, Basiszins festgesetzt 13.01.2026 – Stand 09/2026, Änderungen vorbehalten.

Investitionen sind mit Risiken verbunden. 
Diversifizierung garantiert keine Gewinne und keinen Schutz vor Verlusten.
Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.

Die auf dieser Website genannten MCSI Indices stehen im ausschließlichen Eigentum von MSCI, zudem handelt es sich hier um Warenzeichen von MSCI oder seinen verbundenen Unternehmen. Nähere Informationen zu den Indices, insbesondere zu deren Zusammensetzung, sind auf der Website www.msci.com verfügbar.

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